Über das Projekt
Motivation
Vergangene Spuren sichtbar machen
Mehr als 1700 Jahre jüdisches Leben haben Spuren hinterlassen. Viele dieser Spuren sind heute noch sichtbar, viele aber auch verwischt oder ganz ausgelöscht. Das Projekt möchte diese vergangenen Spuren wieder sichtbar machen und bestehende und vergangene Orte jüdischen Lebens in den Fokus rücken.
Jüdisches Leben in der Gegenwart zeigen
Jüdisches Leben in der Gegenwart ist ein wichtiger und vielfältiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Es steht für gelebte Tradition, kulturelle Vielfalt und religiöse Praxis, die sowohl an jahrtausendealte Überlieferungen anknüpft als auch moderne Lebensrealitäten einbezieht. Das Projekt will dazu beitragen, dieses Leben sichtbar zu machen.
Jugendliche und (junge) Erwachsene zum Entdecken und zur aktiven Beschäftigung mit jüdischer Geschichte und Gegenwart anregen.
Die aktive Beschäftigung mit jüdischen Themen hilft dabei ein differenziertes und lebendiges Bild jüdischer Kultur und Religion zu entwickeln. Dieser direkte Zugang hilft, Vorurteile abzubauen und schafft Verständnis. Zugleich stärkt die Auseinandersetzung das historische Bewusstsein und zeigt, dass jüdisches Leben nicht nur Vergangenheit ist, sondern ein vielfältiger Teil der Gegenwart ist.
Förderung des grenzüberschreitenden Austauschs
Die Spuren jüdischen Lebens in der Großregion sind breit gestreut und reichen oft über Landesgrenzen hinaus. Das Projekt will jüdische Geschichte vor dem Hintergrund der besonderen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Geschichte der Großregion beleuchten und Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Regionen herausarbeiten. Zudem sollen Themen so aufbereitet werden, dass sie auch Interessierten in den Nachbarregionen zugänglich gemacht werden können.
Projektziele
Aufbau einer interaktiven (Lern-) Plattform zum jüdischen Leben in der Großregion
In 5 Themenkomplexen werden verschiedene Aspekte des jüdischen Lebens und der jüdischen Geschichte vor dem Hintergrund der besonderen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Geschichte der Großregion beleuchtet und mediendidaktisch aufbereitet.
Zu jedem Aspekt werden Informationen, z.B. zur Lebensgeschichte von Jüdinnen und Juden, zu jüdischen Einrichtungen, Firmen, historischen Orten, kulturellen Entwicklungen und Hintergründen zusammengetragen und mediendidaktisch aufbereitet.
Alle Inhalte werden in einem offenen Online-Portal in Form von Lernmaterialien, Hintergrundberichten, Videos, interaktiven Karten, virtuelle Touren etc. bereitgestellt.
Entwicklung einer App mit interaktiven Touren zum Entdecken vor Ort
Neben dem Online-Portal wird eine mobile App entwickelt, die zu jedem Themenbereich interaktive Touren zum Erleben vor Ort anbietet.
Jede Tour greift dabei einen Aspekt jüdischen Lebens in einer der Teil-Regionen auf. Neben Städte- und Wandertouren im Außenbereich werden auch Museumstouren oder Touren durch (jüdische) Einrichtungen entstehen.
Durchführung von (grenzüberschreitenden) Workshops
Durch das Einbeziehen möglichst vieler gesellschaftlicher Gruppen will das Projekt aktiv dazu beitragen, Vorurteile abzubauen. Neben Institutionen, Museen und interessierten gesellschaftlichen Gruppen sollen deshalb insbesondere junge Menschen über die Beteiligung von Schulen und Hochschulen in das Projekt eingebunden werden. Dazu werden u. a. grenzüberschreitende Projektwochen vorbereitet und Werkzeuge bereitgestellt, mit deren Hilfe Jugendliche die Ergebnisse ihrer Recherchen eigenständig veröffentlichen können.